Raus aus den Schulden: unsere 10 besten Tipps, um Schulden schnell loszuwerden

Taschenrechner, Münzen und Kalkulation: Einsparungen, um Schulden loszuwerden
Jeder Cent zählt, um lästige Schulden loszuwerden

Wer verschuldet ist, hat oft das Gefühl, in einer ausweglosen Situation zu sein. Und je mehr Schulden angehäuft werden, umso mehr wirkt sich die problematische finanzielle Lage auf das ganze Leben und das Wohlbefinden aus. Nicht selten kommt es bei überschuldeten Menschen zu Depressionen oder gar Suiziden. Doch es gibt Wege, Schulden schnell und effektiv loszuwerden. Einige Schritte sind leicht, andere etwas schwieriger und erfordern die Änderung von Gewohnheiten, eine Reflexion darüber, was wichtig ist und was nicht, oder auch professionelle Hilfe. Doch für ein schuldenfreies und sorgloseres Leben lohnt es sich, diese Schritte zu gehen!

Im Folgenden finden Sie nun unsere 10 besten Tipps, um Ihre Schulden effektiv loswerden zu können:

Die Grundlage, um Schulden loszuwerden: Schaffen Sie einen Überblick über Ihre Einnahmen und Ausgaben!

Wer einen Überblick über seine eigenen Finanzen wahrt, verschuldet sich nicht so schnell wie jemand, der keine Ahnung davon besitzt, wie viele Einnahmen und Ausgaben er oder sie überhaupt hat. Ein Haushaltsbuch führen, die Ein- und Ausgänge auf dem Girokonto verfolgen, nicht zu viele verschiedene Kreditkarten und Kontos benutzen und alle dazugehörigen Kontoauszüge regelmäßig überprüfen – derlei Dinge sind die beste Voraussetzung dafür, gar nicht erst in die Schuldenfalle zu geraten. Sind Sie bereits verschuldet, ist ein guter erster Schritt, Ihre Finanzen zu ordnen. Schreiben Sie sich auf, wie hoch Ihre monatlichen Fixkosten sind, welche Einnahmen Sie haben und verfolgen Sie mit, wofür Sie Monat für Monat Geld ausgeben. Im gesamten Schuldentilgungsprozess wird es Ihnen stets helfen, einen geordneten Überblick über Ihre finanzielle Situation zu haben.

Der Schuldenplan: Notieren Sie Schuldensummen und Rücklagen

Genauso wichtig auf dem Weg raus aus den Schulden ist ein Überblick darüber, welche Schulden bei wem überhaupt bestehen. Machen Sie eine Liste bestehend aus Ihren Gläubigern und den Summen, die Sie ihnen schulden. Achten Sie dabei darauf, wirklich alle Briefe zu öffnen, die Rechnungen oder Mahnungen enthalten. Sortieren Sie die Gläubiger nach Dringlichkeit. Hat jemand bereits die zweite oder gar dritte Mahnung verschickt, wird es höchste Zeit, die Rechnung zu bezahlen, denn sonst drohen gerichtliche Maßnahmen. Notieren Sie sich auch die Höhe eventueller Rücklagen, die Sie sofort für die Begleichung der dringendsten Schulden verwenden können.

Kommunizieren Sie mit Ihren Gläubigern

Schämen Sie sich nicht, Kontakt zu Ihren Gläubigern aufzunehmen und ihnen Ihre schwere Lage zu erklären. Die meisten Gläubiger finden es sehr unangenehm, ihrem Geld hinterherlaufen und Mahnungen verschicken zu müssen, und sind an einer friedlichen Lösung interessiert. Alleine eine Kontaktaufnahme und die Benachrichtigung, dass Sie die Zahlungsaufforderung erhalten haben und Ihr Bestes tun, ihr so schnell wie möglich nachzukommen, bewahrt Sie schon vor manch einer Mahnung mitsamt Mahngebühren. Viele Gläubiger werden sicherlich Verständnis haben und Ihnen Aufschub oder die Möglichkeit geben, zunächst einen Teil der Schulden zu begleichen.

Machen Sie keine neuen Schulden

Stoppen Sie das Wachstum Ihres Schuldenbergs! Jetzt ist nicht die Zeit für Investitionen, die Sie sich eigentlich gerade gar nicht leisten können. Dasselbe gilt für Kredite sowie das Leihen von Geld von Freunden und Familienmitgliedern. Es ist schon alleine für die Psyche besser, wenn das Ausmaß dessen, wogegen man ankämpft, begrenzt ist. Wächst der Schuldenberg immer weiter, droht Ihnen womöglich die Resignation, weil Sie das Gefühl entwickeln, nie schuldenfrei zu werden.

Vor allem ist es auch der falsche Weg, einen Kredit aufzunehmen oder sich Geld zu leihen, um Schulden zu tilgen, denn dadurch löst sich das Problem nicht, sondern wird nur verlagert. Sie müssen Ihre Schulden mit Geld bezahlen, welches Sie wirklich haben, nicht mit Geld, welches Sie wiederum zurückzahlen müssen. Ansonsten droht Ihnen ein Teufelskreis.

Reduzieren Sie Ihre Ausgaben

Sobald Sie damit beginnen, sich monatlich zu notieren, welche Fix- und laufenden Kosten Sie haben, werden Sie höchstwahrscheinlich feststellen, dass es Einsparpotenzial gibt. Viele Menschen bezahlen sogar Dinge, die sie überhaupt nicht nutzen, weil sie schlicht vergessen haben, dass dafür noch immer Geld abgebucht wird. Dazu gehört zum Beispiel die Mitgliedschaft im Fitnessstudio oder in der Stadtbücherei, die nie genutzt wird. Kündigen Sie diese nicht benötigten Mitgliedschaften – und schon haben Sie mehr Geld zur Verfügung, um Ihre Schulden loszuwerden, ohne dass Sie aktiv Einsparungen vornehmen müssen.

Außerdem besteht immer die Möglichkeit, das eigene Konsumverhalten zu überdenken, denn hier lässt sich fast immer sparen. Gehen Sie jeden Tag, wenn Sie in der Arbeit sind, zum Mittagessen zum Bäcker, ins Café oder ins Restaurant? Nehmen Sie sich stattdessen etwas von Zuhause mit, das spart pro Werktag etwa zwei bis 25 Euro.

Nehmen Sie eine weitere Beschäftigung auf

Sie könnten – zumindest für eine Weile – eine weitere Erwerbstätigkeit beginnen. Infrage kommt zum Beispiel ein 450-Euro Job, etwa in der Gastronomie-Branche, wo es verhältnismäßig einfach ist, die Arbeitstage auf das Wochenende zu beschränken. Auch eine freiberufliche Tätigkeit von zuhause aus bietet sich an. Für die Erstellung von Texten gibt es ganze Plattformen, auf welchen Sie sich Ihre Aufträge selbst aussuchen können. Der Vorteil dieser Tätigkeiten ist, dass man in der Regel nicht an Arbeitszeiten oder Erwartungen gebunden ist. Selbst wenn die Honorare meist eher gering sind: Auch ein bisschen Geld hilft dabei, zumindest einige Schulden schnell loszuwerden und so den Schuldenberg zu reduzieren.

Verkaufen Sie Dinge, die Sie nicht benötigen

Natürlich bringt nicht nur eine Erwerbstätigkeit Geld. Sie können auch Dinge verkaufen, das reicht von Kleinigkeiten am Flohmarkt bis hin zum eigenen Auto – je nachdem, wie hoch Ihre Schulden sind und welchen Verzicht Sie verschmerzen können. Es lohnt sich, sich über die Trennung bestimmter Dinge Gedanken zu machen. Benötigen Sie Ihr Auto wirklich? Oder leben Sie in einer größeren Stadt, wo es die öffentlichen Verkehrsmittel, Car Sharing und ab und zu ein Mietwagen auch tut? Haben Sie ein altes Klavier zuhause, das niemand spielt? Eine Tauchausrüstung, obwohl Tauchen doch nichts für Sie war? Viele Menschen haben wirklich zahlreiche Dinge, die eigentlich wertvoll sind, von ihnen aber nicht verwendet werden. Wenn Sie sie verkaufen, erhalten Sie nicht nur Geld – Sie tragen auch dazu bei, dass jemand die Gegenstände günstiger als bei einem Neukauf erhält und glücklich damit wird, zumal die Weitergabe gebrauchter Dinge natürlich nachhaltig und ressourcenschonend ist.

Die Umschuldung: Lassen Sie Ihre Kredite zusammenfassen

Wenn Sie bei einer Bank mehrere Kredite haben, gibt es eine Möglichkeit, weniger bezahlen zu müssen: Sie können eine Umschuldung beantragen. Ihre Kredite werden dann gebündelt, sodass Sie nur noch einmal Zinsen bezahlen müssen.

Lassen Sie sich professionell beraten

Vor allem dann, wenn Sie merken, dass Sie aus der Schuldenfalle nicht alleine herauskommen, gilt es, den Gang zum Schuldnerberater in Erwägung zu ziehen. Zugegeben – auch das ist eine Ausgabe, die Sie sich gerade eigentlich nicht leisten können. Dafür ist die Hilfe, die Sie von Menschen bekommen, die sich bestens auskennen und die sämtliche verzweifelte finanzielle Situationen schon gesehen haben und in der Regel eine Lösung parat haben und die Ihnen bei allen Ordnungs-, Sortier- und Kommunikationsaufgaben helfen, sehr wertvoll und ebnet im Idealfall Ihren Weg raus aus den Schulden.

Die Privatinsolvenz als letzte Notlösung

Wenn alles nicht hilft, die Schuldenberge immer höher werden und eine außergerichtliche Einigung mit Ihren Gläubigern nicht möglich ist, ist der letzte Ausweg die Privatinsolvenz. Das Insolvenzgericht wird Sie dann im Laufe eines mehrjährigen Prozesses von Ihren Schulden befreien. Die Voraussetzung dafür ist aber, dass Sie nicht selbstständig sind, ansonsten müssen Sie – wie ein Unternehmen – eine Regelinsolvenz anmelden. Zwar werden Ihnen am Ende der Privatinsolvenz alle Restschulden erlassen und Sie sind schuldenfrei. Vorher jedoch, wird Ihr Vermögen jahrelang durch einen Treuhänder verwaltet und an Ihre Gläubiger verteilt. Sie müssen einen erheblichen Teil allen Geldes, das Sie in dieser Zeit erhalten – ob Einkommen, Erbschaften oder Schenkungen – an den Treuhänder abgeben und stehen unter ständiger Auskunftspflicht über Ihre finanziellen Verhältnisse.

Diese Jahre sind sicherlich nicht gerade angenehm, und deshalb sollte es auch immer Ihr Ziel sein, Ihre Schulden loszuwerden, ohne Privatinsolvenz anzumelden – mit Strukturiertheit, etwas Verzicht, Kommunikation mit Ihren Gläubigern und unter Umständen professioneller Unterstützung können Sie das schaffen!

Dies waren nun unsere 10 besten Tipps, um Schulden schnell und effektiv loszuwerden!