Profite machen, mit der richtigen Geldanlage - so geht's:

Das Ziel einer Geldanlage liegt darin, das investierte Kapital nicht nur zu erhalten, sondern auch wertmäßig zu steigern. Angesichts der ungünstigen Konditionen für Tages- und Festgeld sind Privatinvestoren auf der Suche nach alternativen Möglichkeiten, um ihre Ersparnisse gewinnbringend anzulegen.

Als Optionen bieten sich unter anderem Aktien, Fonds und Immobilien an, um Kapitalerträge zu erwirtschaften. Im Sinne einer Risikostreuung empfiehlt sich die Investition in alle Anlageklassen und verschiedene Laufzeiten sowie in unterschiedliche Risikoklassen.

Aktien: Gewinn oder Verlust?


Aktien eignen sich vor allem als langfristige Anlageform, wobei Renditen von 5 bis 8 Prozent möglich sind. Der Handel mit Aktien setzt ein gesundes Maß an Risikobereitschaft und die Orientierung an vorab definierten Renditezielen voraus. Mit dem Erwerb einer Aktie erhält der Investor eine Beteiligung am Grundkapital und wird Miteigentümer am Vermögen der Aktiengesellschaft. Als Aktionär erwirbt er einen anteiligen Anspruch am Gewinn (Dividende). Im Insolvenzfall des Unternehmens beschränkt sich das Risiko auf die Höhe seiner Einlage.

In den meisten Fällen werden Aktien an den Börsen gehandelt, wenngleich es auch einen außerbörslichen Handel gibt. Für Privatanleger empfiehlt sich der Börsenhandel, weil er einer strengen Überwachung unterliegt und die Aktiengesellschaften zur regelmäßigen Veröffentlichung von Berichten und Kennzahlen verpflichtet. Aktien unterliegen Kursschwankungen, welche unter anderem vom Erfolg des Unternehmens, der Marktsituation und dem allgemeinen Börsenklima bestimmt werden.

Der Aktienhandel erfordert Geduld und starke Nerven, um auch mögliche Krisensituationen überstehen zu können. Das investierte Kapital sollte für Anleger mindestens für einen Zeitraum von fünf Jahren abkömmlich sein. Damit können auch kursschwache Phasen ausgestanden werden. Aktionäre haben die Chance, mit Kursgewinnen, Dividenden und Bezugsrechterlösen Kapitalerträge zu erzielen. Anleger können einen Maximalbetrag und Mindestbetrag festsetzen, zu welchem der Kauf oder Verkauf der Aktie erfolgen soll. Durch diese Limits können Verluste begrenzt und Gewinne realisiert werden.

Ein Investment in Aktien erfordert die Eröffnung eines Depots. Die Kosten sind im Vergleich zu anderen Anlageformen eher gering. Sie beinhalten die Börsenhandelsgebühr, eine Orderprovision und diverse Clearinggebühren, welche bezüglich der Höhe zwischen einzelnen Depotanbietern variieren können. Als Investor ist man gut beraten, einen höheren Betrag nicht in eine einzige Aktie zu investieren, sondern sich ein ausgewogenes Paket an Einzelwerten verschiedener Branchen und Länder zusammenzustellen. Bei der Auswahl der Aktien dienen Unternehmenskennzahlen und Kursentwicklungen der letzten Jahre als wichtige Entscheidungsindikatoren.

Es ist wichtig, das zusammengestellte Depot und den Aktienmarkt fortlaufend zu beobachten, um auf etwaige Veränderungen zeitgerecht reagieren zu können. Allerdings können Prognosen die zukünftige Entwicklung nur bedingt abbilden, womit immer ein gewisser Unsicherheitsfaktor bestehen bleibt.

Fonds: Eine Anlageform mit Sinn?


Eine Alternative zu Einzelaktien stellen die Fonds (Investmentfonds) dar, an denen Investoren Anteile erwerben können. Damit eröffnet sich Privatanlegern die Möglichkeit, sowohl in Form von geringen monatlichen Spareinlagen als auch durch Einmalerlag in Vermögenswerte zu investieren, welche ihnen sonst verwehrt bleiben. Diese Kapitaleinlagen verschiedener Investoren werden von der Fondsgesellschaft im Investmentfonds gebündelt und je nach Fonds vor allem in Aktien, Renten oder Immobilien investiert. Da das Kapital als Sondervermögen behandelt wird, sind die einzelnen Einlagen der Anleger auch bei einer allfälligen Insolvenz der Fondsgesellschaft gesichert. Investmentfonds bieten die Chance von Kursgewinnen, beinhalten aber auch das Risiko von Kursverlusten.

Da Investmentfonds dem Grundsatz der Risikostreuung verpflichtet sind, müssen die Anlagegelder auf verschiedene Vermögenswerte aufgeteilt werden. Damit sinkt auch das Anlagerisiko für den einzelnen Investor. Durch den Kauf von Fondsanteilen erwirbt der Anleger Miteigentum am Fondsvermögen und einen Anspruch auf Gewinnbeteiligung. Die Anteile werden direkt von einer Fondsgesellschaft erworben und können bei Bedarf zum Rücknahmepreis wieder zurückgegeben werden. Aktive Investmentfonds werden von einem Fondsmanager betreut. Die Kosten fallen im Vergleich zu Aktien höher aus. Neben dem Ausgabeaufschlag beim Anteilskauf und den Verwaltungsgebühren sind eventuell auch erfolgsabhängige Vergütungen zu entrichten.

Als kostengünstigere Sonderform sind die Exchange-traded funds (ETFs) zu nennen, welche in Deutschland im Jahr 2000 eingeführt wurden. Diese ETFs werden ihrer Bezeichnung entsprechend im Unterschied zu herkömmlichen Investmentfonds über die Börse gehandelt. Im Gegensatz zu aktiven Investmentfonds erfolgt im Rahmen der ETFs keine Auswahl einzelner Wertpapiere. Diese börsengehandelten Fonds zeichnen stattdessen die Entwicklung eines Börsenindex nach.

In Frage kommen Aktienindices wie DAX, Euro Stoxx 50, S&P 500 oder der internationale MSCI-World. Ebenso kann ein Renten-Index wie der REX Gegenstand eines ETFs sein. Da der ETF-Index unmittelbar der Entwicklung des jeweiligen Index folgt und damit alle enthaltenen Einzelwerte abbildet, verringert sich das Risiko im Vergleich zu herkömmlichen Fonds. Der wesentliche Vorteil der ETFs liegt in den geringeren Kosten, welche sich aus dem Entfall von Ausgabeaufschlag und Provisionen sowie niedrigeren Verwaltungsgebühren ergeben. Von dieser Kostenersparnis profitieren die Anleger direkt in Form einer höheren Wertentwicklung ihres ETF-Anteils.

Immobilien: die beste Geldanlage?


Aufgrund günstiger Hypothekenzinsen und niedriger Sparzinsen erfreut sich das Betongold wachsender Beliebtheit.
Es stehen verschiedene Optionen an Immobilieninvestitionen zur Auswahl. So kann ein Anleger ein Eigenheim oder eine Eigentumswohnung kaufen, um dieses Wohnobjekt selbst zu nutzen und sich die eigenen Mietkosten zu ersparen. Häuser, Wohnungen und Grundstücke können aber auch erworben werden, um sie zu vermieten oder zu verpachten. Die dadurch lukrierten Miet- und Pachteinnahmen stellen zusätzliche Einkommensquellen dar.

Neben diesen Direktinvestitionen kann indirekt in Form von Immobilienaktien oder Immobilienfonds investiert werden. Diese indirekten Anlageformen sprechen jene Anleger an, welche nicht die nötigen finanziellen Mittel für einen direkten Immobilienerwerb aufbringen können. Interessant sind sie auch für jene Investoren, welche den hohen Verwaltungsaufwand im Zusammenhang mit Wohnobjekten umgehen wollen.

Da Immobilien als relativ wertstabile Sachwerte einzustufen sind, zählen Immobilieninvestitionen zu den vergleichsweise sicheren Geldanlageformen. Durch einen Immobilienerwerb eröffnet sich die Möglichkeit, langfristig stabile Kapitalerträge zu realisieren. Diese können durch attraktive Mieteinnahmen erwirtschaften werden. Investoren können zusätzlich von Wertsteigerungen und Steuervorteilen bei Investitions- und Finanzierungskosten profitieren. Die Investition in Immobilien stellt eine langfristige Anlageform dar.

Eine wichtige Zeitspanne stellt die 10-Jahresfrist dar. Demnach müssen Gewinne beim Immobilienverkauf nicht versteuert werden, wenn seit dem Kauf mindestens 10 Jahre vergangen sind. Der Wert der Immobilie richtet sich im Wesentlichen nach dem Preis, der Lage und den Nutzungsmöglichkeiten des konkreten Objektes. Diese Faktoren sollten bei der Auswahlentscheidung ebenso berücksichtigt werden wie Fragen der Finanzierung und die Dauer einer allfälligen Verschuldung.

Beim Erwerb von Immobilien fallen Nebenkosten in Form von Notariatshonoraren, Grunderwerbssteuer, Grundbuchsgebühren und etwaige Makler-Provisionen an. Darüber hinaus ist mit Aufwendungen im Zusammenhang mit der laufenden Erhaltung der Immobilie zu rechnen.