Hausfinanzierung berechnen – so steht Ihr Immobilienkredit auf sicheren Füßen

Viele Hausbesitzer haben es bereits geschafft und sich mit einem günstigen Hauskredit ihren Traum vom Eigenheim erfüllt. Angesichts niedriger Zinsen sind Baukredite so attraktiv wie noch nie. Damit jedoch auch bei günstigen Krediten die Rückzahlung der Darlehenssumme sowie der Zinsen sichergestellt ist, sollten Sie einiges beachten, wenn Sie Ihre Hausfinanzierung berechnen. Worauf es beim Immobilienkredit ankommt, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Wie viel Haus kann ich mir leisten?


Jeder träumt natürlich vom großen freistehenden Haus mit großem Garten, einer breiten Garage und viel Platz zum Leben. Allerdings sind diese Träume auch nur mit der entsprechenden finanziellen Ausstattung zu verwirklichen. Deshalb steht am Anfang jeder Hausfinanzierungsberechnung die Frage, wie viel Sie sich überhaupt leisten können. Suchen Sie deshalb schon im Vorfeld nach Immobilien, die in Ihrem Budgetrahmen liegen und bleiben Sie am besten innerhalb dieser festgesteckten Grenzen.

Denn nichts wäre schlimmer, als dass Ihnen auf halbem Weg zum abbezahlten Eigenheim die finanzielle Puste ausgeht und Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können. Grundsätzlich hängt es von zwei großen Faktoren ab, wie viel Haus Sie sich leisten können: dem Eigenkapital und dem monatlich zur Verfügung stehenden Geld.

Die Basis: Wie viel Eigenkapital habe ich zur Verfügung?


Das Eigenkapital ist eine wichtige Grundlage für den Hauskredit. Seriöse Experten empfehlen, bei jeder Hausfinanzierung mindestens 20 Prozent Eigenkapital einzubringen. Wenn Sie also im Wert von 200.000 Euro ein Haus finanzieren wollen, benötigen Sie 40.000 Euro an Eigenkapital. Bei dieser Quote ist das Verhältnis aus Hausfinanzierung, Zinsen und Laufzeit in der Regel noch angemessen. Es gibt zwar die Möglichkeit der Vollfinanzierung, jedoch müssen Sie in diesem Fall mit sehr hohen Tilgungsraten rechnen, die ein regelmäßig hohes monatliches Einkommen voraussetzen.

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Wer an Eigenkapital denkt, hat dabei in der Regel das Geld auf seinem Konto vor Augen. Wenn Banken jedoch die Eigenkapitalquote berechnen, berücksichtigen sie dabei verschiedene Geldquellen. Zum Eigenkapital zählen pfändbare Wertpapiere, Einlagen in Kapitallebensversicherungen, aber auch Darlehen von Arbeitgebern oder Familienmitgliedern.

Beispiel zur Berechnung des Eigenkapitals


Haben Sie eine Kapital-Lebensversicherung, deren Rückkaufswert nach einer aktuellen Berechnung 10.000 Euro beträgt, besitzen Sie außerdem Wertpapiere im Wert von 5.000 Euro und haben Ihnen die Schwiegereltern 10.000 Euro geliehen, haben Sie bereits 25.000 Euro Eigenkapital zur Verfügung.

Mit dieser Summe können Sie nun zum Beispiel eine Hausfinanzierung berechnen – online und ohne viel Mühe. Bedenken Sie jedoch auch, dass Sie unabhängig vom Kaufpreis für das Gebäude und das Grundstück mit weiteren Nebenkosten rechnen müssen.
Beim Haus-Neubau können Bauherren übrigens auch Eigenleistung als Eigenkapital geltend machen. Allerdings hängt es von den Berechnungen der Bank ab, wie viel Eigenleistung tatsächlich eingebracht werden kann.

Nur so kann der Kredit bedient werden – Haushaltsrechnung aufstellen


Auch wenn Sie viel Eigenkapital einbringen können, um Ihr Haus zu finanzieren, müssen Sie im Vorfeld genau wissen, wie viel Geld Sie monatlich für die Rückzahlung des Kredits zur Verfügung haben. Diese Summe lässt sich ganz einfach mit einer Haushaltsrechnung aufstellen.

  • Einnahmen zusammenrechnen: Ihre Einnahmen setzen sich aus Ihrem Nettoeinkommen sowie Nettoeinkünften aus Wertanlagen, Miet- oder Pachteinnahmen zusammen.
  • Ausgaben addieren: Ihre Fixkosten verteilen sich auf Miete, Versicherungen, Freizeitausgaben, Lebenshaltungskosten sowie Kosten für Unterhalt. Um die Lebenshaltungskosten exakt zu ermitteln, sollten Sie natürlich eine separate Rechnung aufstellen. Dazu können zum Beispiel auch die finanziellen Aufwände für Ihr Fitnessstudio oder die Kosten für den regelmäßigen Stadionbesuch Ihres Lieblingsvereins zählen.

Im Anschluss ziehen Sie die Ausgaben von den Nettoeinnahmen ab. Dabei handelt es sich schließlich um das monatlich frei verfügbare Geld. Diese Summe sollten Sie jedoch nicht komplett für die Berechnung der Hausfinanzierung verwenden. Schließlich ist ein Puffer für unvorhergesehene Ereignisse wie eine defekte Waschmaschine oder eine Autoreparatur wichtig.

Planen Sie für die Hausfinanzierungsberechnung am besten nur mit der Hälfte oder zwei Drittel dieser Summe. Wichtig ist dabei, dass Ihnen dieser Betrag in den nächsten Jahren zur Verfügung steht. Denn schließlich dauert eine Immobilienfinanzierung in der Regel zwischen 20 und 30 Jahre. Zudem sollten Sie natürlich immer die Kosten der Hausfinanzierung selbst, der Zinsen und weitere Aufwandsfaktoren im Auge behalten.

Welche Nebenkosten sind für die Berechnung der Hausfinanzierung beim Hausbau wichtig?


Wenn Sie den Bau eines Hauses finanzieren, fallen zunächst die Kosten für den Bau selbst und das Grundstück an. Diese Summe sollte auf jeden Fall in der Finanzierung enthalten sein. Berücksichtigen Sie für die Planung Ihrer Finanzen jedoch noch weitere Kosten, die beim Hausbau anfallen. Hierzu zählen:

  • Kosten für die Baugenehmigung
  • Kosten für die Erschließung des Grundstücks, zum Beispiel für das Anlegen von Wasser- und Telefonanschlüssen
  • Kosten für Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Energiekosten während der Bauphase
  • Kosten für Gutachter
  • Kosten für Architekten
  • Kosten für Bauhelferversicherungen

Insgesamt können diese Posten einen nicht unerheblichen Teil der Gesamtkosten für einen Neubau ausmachen.

Welche Nebenkosten gibt es beim Immobilienkauf?


Wenn Sie Ihre Immobilie kaufen, können ebenfalls zusätzliche Kosten anfallen:

  • Kosten für den Notar beim Eintrag ins Grundbuch: Hierfür können bis zu 1,5 Prozent des Kaufpreises fällig werden.
  • Grunderwerbssteuer: Sie liegt je nach Bundesland bei bis zu 6,5 Prozent der Kaufsumme.
  • Maklerkosten: Haben Sie einen Makler für den Kauf beauftragt, bekommt er ebenfalls bis zu 7 Prozent des Kaufpreises an Provision.

Insgesamt können beim Kauf einer Immobilie mehr als 10 Prozent an Nebenkosten aufkommen. Bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro sind das 40.000 Euro. Diese Nebenkosten müssen Sie berücksichtigen, wenn Sie die Hausfinanzierung berechnen.

Wie kann ich die Hausfinanzierung berechnen?


Die Hausfinanzierung wird in der Regel von der Bank vorgenommen, bei welcher Sie einen Baukredit beantragen. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, dass Sie im Vorfeld Ihre Hausfinanzierung online berechnen. Hierfür bieten sich verschiedene Portale an, auf welchen Sie einen Hausfinanzierungsvergleich durchführen können. Die Ergebnisse können Sie als Basis für das spätere Vertragsgespräch bei der gewünschten Bank oder dem ausgewählten Kreditgeber verwenden. Eine reine Online-Zuteilung von Anträgen auf eine Hausfinanzierung ist nicht üblich.