Hausratversicherung: schützen Sie Ihr Inventar

Mit einer Hausratpolice versichern Verbraucher ihr gesamtes bewegliches Eigentum in ihrer Wohnung beziehungsweise ihrem Haus. Diese Versicherung greift zum Beispiel bei Bränden und Diebstählen. Die Gesellschaften bezahlen den Neuwert der beschädigten oder entwendeten Gegenstände.

Dieser Schutz empfiehlt sich für alle, die durch einen Schaden einen erheblichen finanziellen Verlust erleiden würden. Die Gefahr sollte niemand unterschätzen: Ein Feuer kann den gesamten Hausrat zerstören, die Schadenssumme beträgt in einem Durchschnitts-Haushalt meist einen deutlich fünfstelligen Betrag.

Diese Schäden deckt eine Hausratpolice ab


Zu den wichtigsten Risiken für Verbraucher gehören Brände und Diebstähle. Bei Bränden geht es gewöhnlich um hohe Vermögensverluste, welche die finanzielle Existenz gefährden. Einbrüche zeichnen sich durch die hohen Fallzahlen aus: Zwar drohen bei ihnen keine Totalverluste des Eigentums, dafür liegt die Wahrscheinlichkeit eines Einbruchs hoch. In beiden Fällen ersetzt der Hausratsversicherer den Schaden. Darüber hinaus umfasst eine Hausratspolice folgende Schadensursachen:

  • ausgetretenes Leitungswasser (zum Beispiel Rohrbruch)
  • Explosion
  • Sturm
  • Hagel
  • Blitz

Wichtig: Eine Hausratsversicherung schützt nur das Inventar. Für Schäden an der Immobilie benötigen Hausbesitzer eine Gebäude- und Elementarschadenversicherung.

Zusatzleistungen


Viele Versicherungen schließen Fahrräder mit ein, auch wenn sie draußen stehen. Voraussetzung ist nur, dass Versicherte ihr Rad mit einem extra Schloss sichern. Wer sein Fahrrad zum Beispiel über Nacht außerhalb des Gebäudes parkt, sollte Verträge mit diesem Extra vorziehen. Ein Versicherungsschutz für Gartenmöbel und andere wertvollere Gegenstände im Außenbereich kann sich ebenfalls auszahlen. Bei einem massiven Schaden wie nach einem Feuer erweist es sich auch als vorteilhaft, wenn Versicherer Hotelkosten übernehmen.

Die richtige Versicherungssumme


Beim Vertragsabschluss sollten Verbraucher eine realistische Versicherungssumme angeben. Viele begehen den Fehler, dass sie den Wert ihres Eigentums unterschätzen. Meist summiert er sich aber auf einen beträchtlichen Betrag: Allein die Neuanschaffung von Haushaltsgroßgeräten, Unterhaltselektronik, Computern und Möbeln kann eine fünfstellige Summe kosten. Es kommen andere Gegenstände wie Kleidung, Bücher und vieles weitere hinzu. Bestenfalls begutachten Verbraucher die Rechnungen aller wertvolleren Artikel, rechnen die Beträge zusammen und fügen eine Pauschale für alles andere hinzu.

Im Zweifelsfall sollten sie die Versicherungssumme lieber zu hoch als zu niedrig ansetzen. Eine Unterversicherung kann Versicherte teuer zu stehen kommen. Bei einem Schaden schätzt die Versicherung den Gesamtwert des Inventars: Stellt sie eine zu geringe Versicherungssumme fest, ersetzt sie den Schaden nur anteilig. Beispiel: Die Versicherungssumme liegt bei 25.000 Euro.

Die Versicherung taxiert den Eigentumswert aber auf das Doppelte. Bei einem tatsächlichen Schaden von 10.000 Euro überweist sie nur 5.000 Euro. Versicherte sollten auch nach dem Vertragsabschluss die Versicherungssumme regelmäßig prüfen und bei Neuanschaffungen gegebenenfalls erhöhen.

Intensiv Preise vergleichen


Die Preise einer Hausratversicherung entscheiden sich an mehreren Faktoren. Erstens kommt es auf die Versicherungssumme an. Zweitens fließt der Wohnort in die Berechnung. In Regionen mit vielen Einbrüchen zahlen Versicherte zum Beispiel mehr als in Gebieten mit wenig Einbruchskriminalität. Drittens differieren die Konditionen zwischen den Versicherern massiv. Die einen Gesellschaften fordern bei den gleichen Rahmenbedingungen hohe Prämien, die anderen offerieren günstige Prämien. Deshalb sollten Verbraucher unbedingt die Preise zahlreicher Hausratversicherer miteinander vergleichen.

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